| 7 Regeln gegen Sucht |
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Diese
Regel ist die wichtigste Grundvoraussetzung für eine gesunde
seelische Entwicklung Ihres Kindes. Das bedeutet konkret, dass sie
sich der Liebe und der Zuneigung ihrer Eltern und der ihnen nahestehenden
Erwachsenen sicher sein wollen. Dabei genügt es nicht nur,
dass man sein Kind liebt, sondern man muss ihm die Liebe auch zeigen.
Und zwar so, dass das Kind sie auch tatsächlich spürt.
Seelische Sicherheit heißt also: auch wenn ich im Stress bin, im Augenblick keine Zeit für dich habe oder wir uns sogar streiten - du kannst trotzdem immer sicher sein, dass ich dich lieb habe - ich liebe dich, so wie du bist. Kinder brauchen dieses absolute Grundvertrauen zu anderen Menschen, um Vertrauen zu sich selbst entwickeln zu können. Selbstbewusste Kinder, die gelernt haben, auch Zuflucht bei anderen Menschen (insbesondere Mutter bzw. Vater) zu finden, sind im späteren Leben nicht so anfällig für die Suchtgefahren. |
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Kinder brauchen Lob.
Dabei sollten wir Erwachsene nicht nur die Leistung der Kinder loben,
sondern auch ihre Bemühungen. Wir neigen häufig dazu,
unsere Kinder schon früh mit Leistungsgedanken und Leistungsdruck
zu überfordern. Wir vergleichen den Entwicklungsgang unserer
Kinder mit anderen und wenden bestimmte Standards auf sie an.
Kinder müssen ihre eigenen Erfahrungen machen. Das zu akzeptieren, die eigene Schutzhaltung in Teilen aufzugeben, fällt vielen Eltern äußerst schwer. Sie können nicht verstehen, dass ihr Kind auch unangenehme Erfahrungen machen muss, etwa vom Klettergerüst fallen oder sich mit Gleichaltrigen körperlich zu streiten. Erfahrungen, die sie dem Kind am liebsten ersparen möchten. Jedoch bedeutet Freiraum in erster Linie Platz für eigenes Erleben, selbständiges Forschen, Spielen, Rennen, Bewegen. In diesem Rahmen können Kinder ihre eigenen Realität lernen zu begreifen und auch ihre ersten Erfolgserlebnisse zu haben. Diese kann ihnen niemand abnehmen, die Eltern nicht und auch das Fernsehen nicht. Wichtig ist aber auch, dem Kind Grenzen zu setzen. Kinder wollen dies, auch wenn sie bei der konsequenten Umsetzung mit Konflikten rechnen müssen. Allerdings sollten diese Grenzen den Kindern Halt geben und sie nicht einengen. Wichtig ist aber auch Beständigkeit, gemeinsame Erlebnisse, gemeinsames Essen besonders in der Familie.
Kinder orientieren sich in ihrem Fühlen und Denken an Erwachsenen, sie bewundern sie und wollen ebenso sein wie sie. Eltern sind die prägenden Vorbilder und Kinder können sehr genau unterscheiden, was Eltern so alles erzählen und wie sie sich in Wirklichkeit verhalten. Dies erkennen Kinder auch im Umgang mit unseren eigenen Süchten. Wir sagen den Kinder, dass Alkohol und Zigaretten ungesund sind, und trinken und rauchen jedoch bei jeder Gelegenheit. Wohl nirgendwo ist der Widerspruch so groß, wie bei unseren guten Worten und Taten in bezug auf unsere eigenen Süchte. Wie sollen wir nun damit umgehen? Es hilft nur Ehrlichkeit. Es ist besser dem Kind zu erklären, dass Rauchen und Alkohol ungesund sind, als dies vor dem Kind zu verheimlichen. Es hilft das Eingeständnis, dass man selbst kleine Fehler und Schwächen hat, denn dies wird das Kind verstehen können. Kinder brauchen Vorbilder, und die sollten realistisch sein. Dazu gehört auch, seinem Kind zu erklären, dass wir selbst nicht perfekt sind und Schwächen haben.
Kinder wollen toben, sich
bewegen, Spaß haben an der körperlichen Anstrengung.
Doch dazu brauchen sie ausreichend Platz. Jedoch sind die meisten
Wohnungen zu klein, die Straße dafür zu gefährlich,
und die Spielplätze dafür nicht geeignet.
Kinder heute leben unter anderen Bedingungen, als Kinder vor 20 oder 30 Jahren. Durch den Schwund der Großfamilien werden Familien heute immer kleiner, Eltern sind berufstätig, so dass andere Erziehungseinrichtungen wie Kindergärten oder Kindertagesstätten immer wichtiger werden. |
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Der langfristig beste Schutz gegen Sucht sind seelische Ausgeglichenheit, Selbstbewusstsein und Ich-Stärke, damit Kinder sich zu selbständigen, realitätstüchtigen und kritikfähigen Erwachsenen entwickeln. Dazu ist die Erziehung wichtig. Wir müssen darauf achten, unseren Kindern in den Familien ein offenes Klima mit genügend Freiräumen zu geben, eine Atmosphäre, in denen partnerschaftlich miteinander umgegangen wird, wir ein deutliches "Ja" und ein deutliches "Nein" aussprechen.
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Quelle: Aktion Mensch