| Mit dem Laptop in die Schule: Besser lernen mit neuen Medien |
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Rasend schnell hat sich der Einfluss des Computers in unserem Leben entwickelt – so sehr, dass Kinder und Jugendliche die Erwachsenen in ihrer Fähigkeit, mit diesem Medium umzugehen häufig überholen. Da ist es umso wichtiger, dass Eltern und Lehrer „dranbleiben“, um die Heranwachsenden bei der eigenverantwortlichen und kritischen Nutzung von neuen Medien zu unterstützen. Doch leider, so der o.g. Bericht, nutzt die Mehrheit der Lehrer die neuen Medien in der Schule höchstens sporadisch. „Die intensive Nutzung der schulischen IT konzentriert sich auf einen kleinen Kreis IT-affiner Lehrerinnen und Lehrer“, heißt es weiter. Die eigene mangelhafte Kompetenz stellt das größte Hindernis dar, dazu kommen technische Probleme und eine ungenügende Ausstattung. Dabei bietet die Arbeit mit dem Computer viele spannende Möglichkeiten für kreatives und spartenübergreifendes Lernen. Anregungen hierfür gibt es im Internet-Portal Lehrer-Online, einem Projekt des Vereins „Schule ans Netz“. Hier finden Lehrer praxiserprobte Unterrichtseinheiten und Materialien zu allen Unterrichtsfächern. So gibt es z.B. in Biologie eine Einheit über den Storchenzug. Im Internet kann man die Vögel auf ihrer Reise von Norddeutschland nach Afrika oder nach Spanien verfolgen. Kombiniert mit klassischen Mitteln wie Arbeitsblätter und Atlas, macht die Beobachtung im Netz das Thema viel spannender und lebensnaher. Im Musikunterricht z.B. können Jugendliche mit Hilfe einer einfachen Software eigene Stücke komponieren und dazu Partituren erstellen. Im November letzten Jahres griffen täglich 21 000 Nutzer auf die Webseite zu. Das ist eine 500-prozentige Steigerung seit April 2003. 22 000 Abonnenten beziehen den Newsletter. Klingt gut, sind aber nur zehn Prozent der deutschen Lehrerschaft. Und: „Haupt- und Realschulen sind die Sorgenkinder“, so Lehrer-Online-Chefredakteur. Hauptsächlich Grund-, Gesamtschul- und Gymnasiallehrer machen von dem Angebot Gebrauch. Neben der Nutzung im Unterricht gibt es weitere Gründe für Lehrer, „up to date“ zu bleiben. Statt die Kinder alleine mit dem Computer zu lassen, ist es sinnvoll, genau über Möglichkeiten und Gefahren bescheid wissen. So sollten Schüler kompetent zu Themen wie Sicherheit und Schutz der Privatsphäre beim Surfen und Bedienung der Hardware und Pflege der Software unterrichtet werden. Wichtig für die Kids ist es auch, den Hintergrund und Wahrheitsgehalt von Informationen aus dem Netz einschätzen zu können. Seriöse Aussagen und dubiose Hirngespinste findet man im Web nun mal gleichermaßen. Schade, wenn der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, zu den Gefahren des „Laptop-Unterrichts“ befragt, antwortet: „Die Präsentation dominiert oft den Inhalt. Außerdem: Verführung zu der Annahme, mit Download-Wissen sei es getan.“ Gerade um dies zu vermeiden braucht es kompetente Lehrer, die die Chancen eines sinnvollen IT-Einsatzes in der Schule zu nutzen im Stande sind. Hier geht es nicht um die Verdrängung herkömmlicher Unterrichtsmittel oder Verflachung der Inhalte, sondern um eine Erweiterung der Lerninhalte und –methoden, die der heutigen Computerentwicklung angepasst sind. Denn, ob wir wollen oder nicht: Für unsere Kinder ist der Computer sowieso schon Teil ihres Alltags.
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| Laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) lernen Schüler mit Computererfahrung besser. "Die Ergebnisse verdeutlichen klar, dass erfahrene Computernutzer in wichtigen Schulfächern bessere Leistungen bringen", sagte Barbara Ischinger, die Leiterin des Bildungsreferats der OECD. Der Studie zufolge entsprechen z.B. die Matheleistungen von Schülern mit weniger als einem Jahr Computererfahrung 436 Punkten auf der Pisa-Skala. Dagegen kommen Schüler mit mehr als fünf Jahren Erfahrung auf 533 Punkte. Selbst bei Berücksichtigung sozioökonomischer Faktoren blieben mehr als 50 Prozent dieses Leistungsvorsprungs bestehen. Die Studie „Notebooks in der Hauptschule“ an der Universität Augsburg belegt den günstigen Einfluss auf die sozialen Kompetenzen. „Notebook-Schüler haben mehr Spaß am Unterricht, sie arbeiten gut in Gruppen zusammen und helfen sich häufig gegenseitig“, so die Studienleiterin Professor Gabi Reimann. Voraussetzung ist natürlich, dass die Kinder nicht isoliert vor dem Bildschirm sitzen, sondern in direktem Kontakt und Austausch mit anderen stehen. |
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| http://www.schulen-ans-netz.de/ http://www.lehrer-online.de/ |